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Legalisationen libyscher Urkunden

Diverse Stempel an einer Halterung

Beglaubigung, © Photothek.de

01.12.2017 - Artikel

I. Die Deutsche Botschaft kann nur libysche Personenstandsurkunden zur Verwendung in Deutschland legalisieren. Dafür sind von der Botschaft Gebühren nach der Auslandskostenverordnung zu erheben.

Die Legalisation von libyschen Ausbildungs-, Schul- und Universitätszeugnissen wurde bis auf weiteres eingestellt.

II. Die Urkunde ist im Original von einem offiziell registrierten Übersetzungsbüro ins Deutsche zu übersetzen. Sodann ist sie dem libyschen Justizministerium zur Prüfung und Bestätigung und danach der Konsularabteilung des libyschen Außenministeriums zur weiteren Beglaubigung vorzulegen. Schließlich ist der Legalisationsvermerk der Deutschen Botschaft einzuholen.

III. Deutsche öffentliche Urkunden sollten (ggf. müssen) in der Regel durch die libysche Auslandsvertretung in Deutschland legalisiert werden, damit sie von libyschen Stellen als echt akzeptiert werden.

IV. Urkunden, welche durch die Deutsche Botschaft erstellt wurden, sind vor Vorlage bei einer libyschen Behörde durch das libysche Außenministerium zu legalisieren.


Gebühren


Für die Legalisation werden von der Botschaft Gebühren und Auslagen nach dem Auslandskostengesetz erhoben. Die Gebühr beträgt zur Zeit 25 bis 85 Euro (abhängig vom Gegenstand der Urkunde), zu zahlen jeweils in Tunesischen Dinar zum Tageskurs. Es ist nur Barzahlung möglich.

Gebührenbeispiele:

    Personenstandsurkunden (z.B. Geburtsurkunden und Heiratsurkunden einer standesamtlichen Trauung) je 25 Euro
   Ledigkeitsbescheinigungen 45 Euro
    Wohnsitzbescheinigungen 45 Euro
    Gerichtsurteile 45 Euro
    Die Gebühr für die Beglaubigung einer Passkopie (übliche Unterlage für die Eheschließung) beträgt 15 Euro.

Der Einzug der Kosten per nachträglicher Kostenrechnung wird nicht praktiziert, die Gebühr ist stets bar bei der Botschaft zu bezahlen.

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