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Kultur und Bildung

22.12.2017 - Artikel

Stand: April 2018

Bildungssystem

Durch den seit 2014 herrschenden Konflikt wurden die Aussichten des libyschen Schul- und Hochschulsektors, Anschluss an internationale Bildungskooperation zu finden,  zurückgeworfen. Ausbleibende Gehaltszahlungen, allgemeiner Geldmangel und die Nutzung von Schulen für die Unterbringung von Binnenflüchtlingen behindern die Schulbildung.

Das Goethe Sprachlernzentrum (SLZ) musste im Sommer 2014 seine Sprachkurse aufgrund der sicherheitspolitischen Lage  einstellen.

Wissenschaft

Libyen strebte nach 2011 insbesondere den Aufbau internationaler Kooperationen für die größten seiner 13 landesweiten Universitäten an Die Wissenschaft in Libyen wurde jedoch durch die Krise erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Einzelne Universitäten mussten schließen  oder ihren Betrieb aus Sicherheits- oder finanziellen Gründen verringern. Die Polarisierung der Gesellschaft erfasst auch die wissenschaftlichen Einrichtungen. Gleichwohl haben Universitäten in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert, weil sie gerade in der derzeit schwierigen Lage vielen jungen Menschen eine Perspektive geben.

Kultur

Eine staatliche Kulturpolitik im engeren Sinne gibt es  nicht. Zwar verfügt Libyen über archäologische Stätten von Weltrang (z.B. römische Ruinenstadt Leptis Magna im Osten von Tripolis), diese werden allerdings  nicht nach internationalen Standards gepflegt. Im Zuge der  Kämpfe wurden etliche Kulturdenkmäler beschädigt.

Medien

Dominierende Medien sind vor allem ausländische (arabische) TV-Sender, daneben auch libysche TV-Sender, sowie soziale Netzwerke. Es besteht ein eklatanter Mangel an überparteilichen, objektiven Informationsquellen. Mehrere Projekte, insbesondere der EU, von Deutschland und Großbritannien gelten der Anhebung der journalistischen Standards.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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